Rohrreinigung – Abflussdienst

Rohrreinigung – Abflussdienst

Wann benötigen Sie ein Rohrreinigungsunternehmen (Abflussdienst)?

Immer dann, wenn die Verstopfung im Haus liegt (ausserhalb des Hauses: Kanalreinigung).

Bei den mechanischen Rohrreinigungssystemen handelt es sich um einen Reinigungskörper, der durch das Rohr bewegt wird, um Ablagerungen an der Rohrwand zu beseitigen. Im einfachsten Fall handelt es sich um eine entsprechende Bürste, die mittels Stange oder einer biegsamen Feder (Spiralfeder: Rohrreinigungsspirale) im Rohr hin- und herbewegt wird. Im großtechnischen und industriellen Bereich haben sich aber mehrere unterschiedliche Verfahren entwickelt.
Offline-Verfahren

Die Offline-Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass für die Rohrreinigung die zu reinigende Anlage außer Betrieb genommen werden muss, um den oder die Reinigungskörper ein- und den Reinigungsprozess durchzuführen. Bei diesen Verfahren muss man weiterhin noch zwischen passiven und aktiven Reinigungskörpern unterscheiden.

Die passiven Reinigungskörper können sowohl Bürsten, oder spezielle Konstruktionen wie beispielsweise Molche sein, die mittels Druckluft, Wasser oder einem sonstigen Fördermedium durch die Rohre bewegt werden. Meist erfolgt die Reinigung durch das Übermaß der Reinigungskörper gegenüber dem Rohrinnendurchmesser. Die Typen reichen von Bürsten mit Borsten aus Kunststoff- oder Stahl, Schabern bei kleineren Rohrdurchmessern bis hin zu aufwendigen Konstruktionen mit eingebauten Sprühdüsen bei Pipelines. Angewendet wird diese Methode im Nennweitenbereich von ca. 5 mm bis hin zu mehreren Metern. In den gleichen Bereich fällt auch die Reinigung verstopfter Abflussrohre häuslicher Abwasserleitungen mit einer sich drehenden biegsamen Welle (Rohrreinigungsspirale).

Die aktiven Reinigungskörper, auch Rohrinnenmanipulatoren genannt, sind mehr oder weniger ferngelenkte Roboter, die sich, sowohl Kabel zur Stromversorgung und Kommunikation als auch Schlauchleitungen für die Reinigungsflüssigkeit hinter sich herziehend, durch die Rohre bewegen und die Reinigungsaufgabe erfüllen. Dabei werden Messgeräte oder Kameras mitgeführt, um die Funktion zu überwachen. Bisher benötigen solche Geräte noch Mindestdurchmesser von rund 300 mm, an einer weiteren Verkleinerung wird aber gearbeitet. Als maximal sinnvoller Durchmesser für diese Geräte kann etwa 2 m angegeben werden, da ab diesem Durchmesser eine Begehung der Rohrleitung mit Sicherheit kostengünstiger ist. In diesem Durchmesserbereich lässt sich ein Einsatz der Roboter nur bei gesundheitsschädlichen Chemikalien vorstellen.

Online-Verfahren
Bei den Online-Verfahren bewegt sich der Reinigungskörper mit dem Fördermedium durch die Rohre und reinigt diese durch sein Übermaß gegenüber dem Rohrinnendurchmesser. Diese Reinigungskörper sind im Durchmesserbereich bis etwa 50 mm Schwammgummikugeln, in größeren Nennweitenbereichen bis hin zu Ölpipelines Molche. Schwammgummikugeln werden hauptsächlich für Kühlwasser wie See-, Fluss- oder Kühlturmwasser eingesetzt. Für die chemische oder pharmazeutische Industrie sind zwar angepasste Reinigungskörper denkbar; allerdings sind hier die Fördermedienströme so gering, dass meist Offline-Verfahren eingesetzt werden. Da die Reinigungskörper nicht im Fördermedium verbleiben dürfen, müssen sie nach dem Rohrdurchlauf wieder separiert werden. Dies geschieht bei Schwammgummikugeln durch besondere Siebeinrichtungen, bei den Molchen wird eine Ausschleusstation (sogen. „Molch-Falle“) eingebaut. Die Schwammgummikugeln werden dann durch eine entsprechende Kugelrückführung im Taprogge-Verfahren wieder vor die zu reinigende Anlage eingeschleust, der Molch wird meist von Hand entnommen und in eine andere Einschleusung wieder eingespeist. Während die Schwammgummikugeln somit eine kontinuierliche Reinigung gewährleisten, ist das Molchsystem diskontinuierlich.